für Eltern deren Baby starb
Du kannst nun nicht mit Deinem Kind Dein Leben teilen. Das ist ein kaum zu begreifender Verlust für Dich und Deine nähere Umgebung.
Die folgenden Informatonen haben wir durch die Rückmeldung anderer betroffener Eltern zusammengestellt, damit Du Antworten für einige Deiner wichtigen Fragen finden kannst. Im Moment bist Du noch sehr unter Schock und Du wirst Dich nur sehr langsam auf die neue Lebenssituation umstellen können!
Die Trauerarbeit dauert meist länger als 1 Jahr und vergessen wirst Du
dieses lebensentscheidende Ereignis nie, denn dieses Kind hat Dich und Dein
Leben für immer verändert.
Um die Trauerarbeit zu erleichtern geht es primär um die Würdigung
Deines Babys, egal wie kurz es unsere Erde gestreift hat. Jedes Baby bringt
ein Geschenk an die Eltern: Du wirst nie wieder so, als Du vor dieser Schwangerschaft
warst, dieses Kind lebt weiter in Deiner Veränderung.
Was kann jetzt in dieser Situation für Dich persönlich wichtig sein:
Vielleicht hast Du Dein Kind angesehen und es so kennenlernen und auch
gebührend begrüßen können. Aus jahrelanger Erfahrung mit
betroffenen Eltern weiß man, daß später noch nie bereut wurde sein Kind
gesehen zu haben. Diese Begegnung wird eher als Schatz, wenn auch ein
sehr schmerzvoller, beurteilt.
Hingegen bereuen viele Eltern später, Ihr Kind nicht doch näher kennengelernt
zu haben. Vielleicht willst Du Dein Baby auch noch einmal (ohne die bei
der Geburt verabreichten bewußtseinstrübenden Medikamente) sehen, um eine
klarere Wahrnehmung von Deinem Kind zu haben. Nur was man begrüßt hat, kann
man auch verabschieden!
Frage, wie lange Dein Kind im Spital (oder schon zuständige
Pathologie) bleibt und wie lange Du Zeit haben wirst, es immer wieder
zu sehen. Auf Wunsch könnte die Pathologie das Obduzieren des Babys
aufschieben um das Kind für die Eltern beliebig lange aufzubewahren.
Selbst wenn dein Baby schon obduziert wurde, besteht kein Grund es nicht
doch noch anzusehen, es ist sicher wunderschön.
Einen Rechtsanspruch das Obduzieren zu verhindern hast Du nicht, aber oft
wird dem Wunsch der Eltern nachgegeben.
Wenn Du Dich nicht traust Dein Kind anzusehen, so kannst Du einen Vertrauten
bitten, es für Dich zu tun, oder eine Schwester soll Dir Dein Baby beschreiben.
Bitte, daß ein Foto gemacht wird, welches Du später anschauen kannst.
Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, daß alle Erinnerungen an das Kind Dir
die Trauerarbeit enorm erleichtern, wie zum Beispiel: Das Kind selbst gesehen
zu haben, Fotos vom Baby, einen Namen gegeben zu haben, das Kind gesegnet
zu haben, es gewogen und gemessen zu haben, Fuß und Handabdruck von ihm
zu besitzen,...
Hat dies nicht im Spital geklappt, so halte möglichst bald kreativ
(schreiben, zeichnen, formen, Musik suchen,...) Dein persönliches Erleben
fest. Diese Erinnerung wird mir der Zeit immer wertvoller und unterstützt
Dich später bei der Trauerarbeit sehr.
Die verschiedenen Wahrnehmungen Deines toten Kindes:
Nur für die schwanger Mutter ist das Kind vom Anfang der Schwangerschaft
an Realität. Jede Frau die einmal schwanger war, kennt den Unterschied
in der Realitätswahrnehmung zwischen einem ungeborenen Kind welches
sie selbst erwartet und dem einer Freundin. Für den Rest der Welt bleibt
das Ungeborene nur eine Möglichkeit. Egal wie sehr der Vater
sich dieses Kind gewünscht hat und es liebt, kann er es immer nur indirekt
(Ultraschall, Bauchbewegungen, Herzschlag, ... ) wahrnehmen. Für den
Vater oder alle anderen Bekannten wird das Ungeborene erst zur Realität,
indem sie es sehen und begreifen können. Daher ist es wichtig, dass
Du zur Geburt Begleitung aus Deinem Umfeld hast, und/oder Du die Zeit nützt,
Dein gestorbenes Kind den Anderen vorzustellen und zu zeigen.
Für die Geschwister des toten Kindes (egal ob sie vorher oder nachher
geboren sind) bleibt dieses tote Geschwisterchen Teil der Familie, und bestimmt
so die Position in der Geschwisterreihe mit.
Literatur als Hilfestellung für Betroffene und ihre Angehörigen:
Hannah Lotrop: "Gute Hoffnung - jähes Ende"
Martha Leonhartsberger: "Wenn Du Dich getröstet hast"
Weitere Literaturhinweise bei Regenbogen Deutschland
Infoblätter und Wunschzettel kannst du dir hier direkt herunter
laden.
Bitte überweise den entsprechenden Betrag auf das PSK - Konto:
Verein Regenbogen - Ulrike Kern, BLZ 60000, Konto-Nr. 92047167
INFOBLATT € 2.00
Infoblatt - Du-Form *
Infoblatt - Sie-Form *
Wie unsere Seiten "Hilfestellungen"
und "Die Rechte Deines
Kindes"
WUNSCHZETTELSAMMLUNG € 3.00
a) Kreißsaal
und Wochenstation *
b) Pränataldiagnostik *
c) an die Seelsorger *
d)
an die niedergelassenen Gynäkologen *
e) an die Bestatter *
Die Wunschzettel und das Infoblatt dürfen kopiert und verteilt werden.
Bei den restlichen Broschüren besteht copyright.
* Den zum Öffnen benötigten Acrobat Reader finden Sie hier
Folgende Broschüren können Sie bei uns beziehen
Per E-Mail über Frau Ulrike Kern:
u.kern@easycare.at
oder telefonisch / Fax: 01-214 72 34
Die Preise verstehen sich zuzüglich Porto.
Zahlung nach Erhalt mittels Erlagschein
Nr.1 REGENBOGEN € 3.00
Broschüre mit psychischen Grundüberlegungen für Eltern, die ein Kind vor, während oder nach der Geburt verloren haben.
Nr.2 EIN RÜCKBLICK € 8.00
Verlust und neue Ziele
Nr.3 BÜCHERLISTE € 3.00
Nr.4 EIN SEHR WICHTIGES BILD € 10.00
Eine behutsame Anleitung zum fotografieren toter Babys - Fotobroschüre
Nr.7 ERFAHRUNGSBERICHTE 1 € 8.00
Nr.8 ERFAHRUNGSBERICHTE 2 € 8.00
Nr.9 BERICHTE FEHLGEBURTEN € 9.00
Nr.10 BERICHTE FOLGESCHWANGERSCHAFTEN € 8.00
Nr.11 EINSCHNITTE € 9.00
Gedichte, Texte, Bilder
Für astrologisch Interessierte oder für Freunde von Mythen ist die Lillith-Literatur eine Fundgrube.
Spirituell:
Hl. Messe für Babys die viel zu kurz bei uns waren
Mütter, Väter, Geschwister, Großeltern, Tanten, Onkeln und Freunde haben
zu allen Zeiten immer wieder erleben müssen, daß sie ihr Leben nicht mit
dem gezeugten Baby teilen durften.
Gott gibt und nimmt Leben, und so wollen wir gemeinsam Gott für das kurze,
von ihm geschenkte Leben danken und ihm diese Seelen besonders empfehlen.
Pfarre St. Georg - Kagran 1220
gegenüber von Wagramer Straße 150, St. Wendelin Platz
(Linien: 25, 26, 22A, 23A, 24A, 25A, 31A, 494 oder 495)
Am "Tag der unschuldigen Kinder"
Donnerstag, den 28.12.2006 um 18.00 Uhr
Dieser Gottesdienst findet jedes Jahr am 28.12 statt. Ist dieser Tag ein Sonntag,
wird die Messe auf Samstag verschoben
Bitte nehmen Sie für jedes Deiner gestorbenen Babys
ein Windlicht oder Kerze mit
anschließend gemütliches Beisammensein im Pfarrsaal
Kontaktperson: Mag.
Elisabeth Widensky: Tel.: 0650 37 105 37
Wenn du selbst eine Babymesse vorbereiten willst, und auf unsere 10 Jährige
Erfahrung zurückgreifen möchtest, findest du unsere Messvorbereitungen
und Predigten unter www.pfarrerpauser.at,
dort unter "Predigten / Fürbitten" in der Stichwortsuche
nach "unschuldige Kinder" suchen.
Hl. Messe für Babys die viel zu kurz bei uns waren
Wir sind Eltern deren Baby vor einiger Zeit starb. Obwohl wir unsere Kinder vermissen, wollen wir Gott, für dieses kurze, von ihm geschenkte Leben danken.
Pfarrkirche St. Martin - Mistelbach
Am "Tag der unschuldigen Kinder"
Donnerstag, den 28.12.2006 um 19.00 Uhr
Bitte nehmen Sie für jedes Deiner gestorbenen
Babys ein Windlicht oder Kerze mit
Kontaktperson: Regenbogen Selbsthilfegruppe Gabriela Brunner. Tel: 0676 / 96 55 808
Gedenkmesse für Kinder
Die vor, während oder kurz nach der Geburt verstorben sind
Dom zu St.Jakob - Innsbruck
Kontaktperson: Klinik Seelsorge Innsbruck, PA Mag. Tomy Mullur. Tel: 050 504-22285
|
Jedes Jahr am zweiten Dezembersonntag (11.12.2005) um 19.00
(in jeder Zeitzone) zünden weltweit Gleichbetroffene für
ihre vor oder kurz nach der Geburt verstorbenen Kinder, Geschwister
oder Enkelkinder eine Kerze an, so daß das Kerzenleuchten wie
eine Lichterwelle um die ganze Welt wandert. |
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Psychotherapeutische Hilfe:
Viele Betroffene suchen professionelle Hilfestellungen. Hilfe in der Form, daß der Therapeut Dein Erleben kennt, Dir im Gefühlschaos Deiner Trauer Orientierung gibt, ohne dabei die Trauernden auf ein Gefühl zu fixieren.
Auf unserer PsychotherapeutInnen - Liste
kannst Du erfahren, welche Therapeuten sich auf dieses Thema spezialisiert
haben und mit denen wir in der Selbsthilfegruppe gute Erfahrungen gemacht
haben.
Wenn Du mit einem Therapeuten eine gute Erfahrung zum Thema "Kind verlieren"
gemacht hast, teile uns
dies bitte mit um die Liste Österreichweit zu vervollständigen.
Zu unterscheiden ist Kriseninterventionen, Einzelpsychotherapie, Begleitung
zur einer Folgeschwangerschaft, usw.
Weiterbildungsveranstaltungen für professionelle Helfer:
Seminar für ÄrztInnen, Hebammen, KrankenpflegerInnen, Kinderkrankenschwestern, SeelsorgerInnen, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen, Bürokräfte der Kanzlei, Besuchsdienste,.........
"Wenn Schwangerschaften glücklos enden"
Fortbildungsleitung: Mag. Elisabeth Widensky
4 Themenschwerpunkte:
| 1. |
Einführung, Informationsblatt für Eltern deren Baby
starb: rechtliche Grundlagen (z.B. Bestattung, Namensrecht,....) |
| 2. | Trauerprozeß, Besonderheiten dieser Trauer, Spitalssituation |
| 3. |
Praxis-Erfahrungen, institutionsspezifische Fragen, konkrete Umgangsweisen und Hilfen |
| 4. | Fallsupervision für Einzelpersonen oder Teams |
Auseinandersetzung mit Deinem Erleben:
Du kannt mit dem Krankenhauspersonal oder mit Deinem Gynäkologen alle offenen Fragen besprechen. Frage möglichst bald alles, was Dich bedrückt, denn viel später weiß man vielleicht nicht mehr alle Details. Falls Du dies nicht willst, hast Du auch das Recht, Deine Krankengeschichte in Kopie von der Verwaltung des Spitals zugeschickt zu bekommen. Diese müst Du in der Verwaltungsdirektion des Spitals schriftlich beantragen und die Kosten für den Versand und die Kopien tragen.
Unser Anliegen braucht Menschen, die sich nicht mit der jetzigen Situation zufrieden geben wollen, sondern die bereit sind sich mit jenen Personen, Behörden und Stellen, die für die Gestaltung der Situation von Schwangerschaft und Tod mitverantwortlich sind, auseinander zu setzen. Diese Arbeit verändert viel für nachfolgende Frauen und das genau Formulieren ihrer Erfahrungen und subjektiven Gefühlserlebnisse ist meist ein sehr heilsamer Schritt in der persönlichen Trauerarbeit. Wenn Du in einem Brief Dein Erleben an die zustelligen Stellen zurückmelden willst, so kannst Du dies gerne in der Selbsthilfegruppe oder mit Elisabeth Widensky (Tel: 01 319 19 23) besprechen. Genau diese persönlichen Schilderungen unserer Erlebnisse haben bis jetzt viele positive Veränderungen bewirkt.
Für den Fall einer nachfolgenden Schwangerschaft:
Der Zeitpunkt wann Du wieder schwanger wirst, bestimmt zu einem großen
Teil Deine Psyche. Es gibt Frauen, die eine Folgeschwangerschaft brauchen,
um das Vergangene zu verarbeiten und welche, die längere Zeit nachher nicht
schwanger werden. Auch medizinisch gesehen gibt es keine wissenschaftlich
begründete Regel; zu verschiedenen Zeiten wurde ganz unterschiedliches empfohlen.
Aus jahrelanger Beobachtung von Folgeschwangerschaften nach Kindsverlust
kann man folgenden Tip geben: Versuche, diese Beziehung mit Deinem nun ungeborenen
Baby möglichst bewußt zu erleben und bespreche möglichst viel mit deinem
Kind den Alltag. Teile ihm das Positives wie Negative einfach mit. Kein
Mensch weiß, wie lange Du dieses Kind noch behalten darfst; ob Du durch
den eigenen Tod oder durch den Tod des Kindes vor, während oder nach der
Geburt dich von diesem wichtigen Menschen trennen mußt.
Je mehr Du die Zeit in Liebe (wenn auch ängstlich) mit diesem Kind
für Eure Beziehung nutzt, um so weniger mußt Du dann im Fall eines
Verlustes bereuen. Daß man sich leichter Trennen kann, je weniger
man sich auf die Beziehung eingelassen hat, ist sicher ein völlig falscher
Glaube, auch wenn er weit verbreitet ist!!! Falls Du bei einer weiteren
Schwangerschaft wieder Probleme (psychisch oder/und physisch) hast und in
einem Dienstverhältnis stehst, so kannst Du Dich höchstwahrscheinlich beim
zuständigen Arbeitsinspektorat dienstfrei stellen lassen. Beamte
erreichen das selbe bei ihrem Amtsarzt. Du darfst dann ab sofort keiner
Arbeit mehr nachgehen (auch keiner Nebenbeschäftigung) und bekommst vorzeitiges
Wochengeld von der Krankenkasse ausbezahlt. Mutter-Kind-Paß, Unterlagen
zu den vorherigen Schwangerschaften und eine Befürwortung vom Gynäkologen
mitnehmen!
In der Folgeschwangerschaft wird vieles schneller als bedrohlich erlebt,
daher kann es von großer Entlastung sein, die Möglichkeit der
Wiener
Familienhebammen zu kennen.
Die Dienste der Familienhebamme sind kostenlos und können vom
Anfang einer Schwangerschaft an in Anspruch genommen werden. Wenn die
Frau liegen muß, gibt es auch kostenlose Hausbesuche der Familienhebamme.
Für Katholiken ist eigene Segnung der schwangeren Mutter vorgesehen. Dies gewährleistet nicht unbedingt, daß das nächste Baby lebend geboren wird. Aber es kann eine enorme Entlastung sein, daß man sein Ungeborenes bereits durch diesen Ritus in die Hände und Obhut Gottes empfielt, um so nicht die alleinige Verantwortung für das Gelingen der Schwangerschaft zu haben.
Hilfestellungen im Internet:
Falls Dir weitere Informationen über Hilfestellungen wichtig sind, kontaktiere uns bitte unter admin@glueckloseschwangerschaft.at
Für den Inhalt: Elisabeth Widensky
Für Programmierung & Layout: Stefan
Ennöckl